Die Comunidad de Productores en Arte (soziale Gemeinschaft der Kunstschaffenden) ist ein gemeinnütziges Netzwerk, welches Sozialarbeit mit Kunst verbindet. Was als Theaterschule für Straßenkinder begann („Teatro Trono“), ist mittlerweile zu einem weitverzweigten, lebendigen Kulturhaus im Armenviertel El Alto (La Paz) ausgewachsen – mit (noch kleinen) Außenstellen in Santa Cruz und Cochabamba.
Die Erfolge sind bemerkenswert: Theater erweist sich als wunderbare Ausdrucksform für Unterdrückte und als Plattform für Sozialkritik und Bildung: Die (Straßen-) Kinder schreiben ihre Texte selbst, verarbeiten so ihre schweren Erfahrungen (Drogen, Gewalt, Diskriminierung, Missbrauch) und werden in ihren Lese- und Ausdrucksfähigkeiten gefördert. Die Proben stärken das Gruppengefühl und Sozialverhalten – und die Aufführungen (samt Applaus) das Selbstwertgefühl. Das Motto lautet: „El mañana es hoy“ - das Morgen beginnt Heute! (bzw. sinngemäß: Lass uns gemeinsam aufbrechen und einem besseren Morgen aufrecht
entgegengehen!
Charakteristisch für COMPA ist, dass es sich als Netzwerk und offene Plattform versteht, die Kunst und Sozialarbeit im Verbund fördert – in enger Kooperation mit anderen Sozialprojekten (Doctores de Alegria, Waisenheime, sowie Straßenkinder-, Resozialisations-, Taubstummen-, Aids-, und Sportsozialprojekte).
Wir Freiwilligen arbeiten unmittelbar mit den benachteiligten Jugendlichen; wir geben Nachhilfe, bieten Workshops an (Zirkus, Zaubern, Selbstverteidigung für Mädchen, etc.) und helfen bei der mobilen Schule. COMPA setzt genau da an, wo direkte Hilfe notwendig und sinnvoll ist: in den sozialen Brennpunkten der Armenviertel. Dort werden brisante, aktuelle und soziale Probleme wie Kinderarbeit, Globalisierung, Korruption, Aids und Drogen in der Sprache der einfachen Menschen thematisiert und Diskussionen in Kleingruppen angeregt.
Kunst und Kultur sollen nicht länger das Privileg der Reichen sein!